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Hans-Georg Assmann, geboren in Wolfsburg, künstlerische Ausbildung unter anderem als Meisterschüler von Malte Satorius in Braunschweig, beschäftigte sich Zeit seines Lebens mit dem menschlichen Körper. Seine Werke nehmen den Körper als Ausgangspunkt, verharren hier jedoch nicht, sondern beginnen den Körper zu fragmentieren, ihn in seine Bestandteile zu vereinzeln und zu abstrahieren. Kontrainduktiv führt die Verengung des Sujets zu einer Öffnung des assoziativen Raums. Assmann selbst spricht über diese Mehrdeutigkeit, sieht in seinen Bildern den Bezug zum „Totentanz“, dem „Erdenleib“ oder der „Auflösung der Persönlichkeit im Cyberspace“. Deutungen, die durch die begrenzte Farbpalette des Künstlers bestärkt werden, seine Körper setzen sich allein aus grau, schwarz, braun und dem Weiß der unbehandelten Leinwand zusammen. Dadurch gelingt es Assmann die Aufmerksamkeit des Betrachters unmittelbar auf den Körper zu lenken. Er blickt mit Assmann auf den Körper und schließlich mit Assmann über den Körper hinaus in einen Raum voller Assoziationen des Körperlichen.

Hans Georg Assmann verstarb nach langer Krankheit am 31.12.2017, nicht nur für uns als Galerie, auch für die Kunstwelt ein großer Verlust. Sein künstlerischer Nachlass befindet sich seitdem in der Galerie und kann hier besichtigt und erworben werden.